U20 Vizelandesmeister
Der BVC qualifiziert sich für die Nordostdeutschen Meisterschaften in Berlin
Auch wenn diese Saison durchzogen von Verletzungen ist, standen die Vorzeichen für das Finale gut. Bei vergangenen Spieltagen konnten wir immer Punkten und uns auf direktem Wege für die Landesmeisterschaft qualifizieren.
Na dann los. Oder auch nicht? Verdutzt stehen alle Mannschaften gesammelt vor der USC-Halle. Nur einer nicht – der mit dem Schlüssel. Verschlafen. Kurz vor dem eigentlich geplantem Spielbeginn gehts dann doch in die Halle und wir spielen das erste Gruppenspiel gegen SG Chemie Zeitz. Jannes macht seinen Job als Kommentator im Twitch-Stream überragend, die Spieler auf der Platte solide, aber nicht ausreichend. Der erste Satz geht 23:25 an Zeitz. Wollten wir nicht zur NOM? ABFAHRT! Wir starten sehr gut in den Satz und können unsere Führung ausbauen. Konstante Aufschläge, wirkungsvolle Angriffe und geile Abwehraktionen pushen uns nach vorn und lässt uns den Satz 25:10 gewinnen. Satz 3 entscheidet: Mit viel Schwung dominieren wir auch in den entscheidenden Momenten und können uns absetzen. 15:11 – Satzgewinn – der erste Schritt ist gemacht.
Nach einer Spielpause geht’s gegen WSG Reform, eine Mannschaft, die uns schon des öfteren mehr oder weniger große Schwierigkeiten bereitet hat. Auch dieser erste Satz startet ausgeglichen, Reform macht 2–3 Punkte mehr und liegt 5:8 vorn. Wollten wir nicht zur … NOM?? Attacke! Wir überholen ohne aufzuholen und spielen soliden Volleyball. 25:16 Satzgewinn – so könnte es immer laufen. Gewinnen wir auch den 2. Satz, so müssten wir als Gruppenerster „nur“ überkreuz gegen Gruppenzweiten USV Halle spielen. Wieder verläuft der Satz ausgeglichen mit kleinem Vorsprung für Reform. Hinten kackt die Ente! In der Crunchtime treffen wir richtige Entscheidungen und können uns in der Verlängerung (26:24) den Sieg eintüten.
Unser Ziel ist noch genau einen Sieg von uns entfernt: wir müssen das Halbfinale gegen Halle gewinnen. Das Einschlagen gewinnen sie schonmal, Punkte bringt das aber nicht. Das Spiel beginnt – wir starten gut rein. Wir können unseren 3-Punkte-Vorsprung durch den Satz tragen und ihn am Ende sogar ausbauen. Folgerichtig gewinnen wir 25:18 und sind gedanklich schon in Berlin. Halle aber auch und hat darauf die passende Antwort. Zu viele Fehler und schlechte Blockarbeit werden uns zum Verhängnis. Zwar wurde unser Spiel zum Ende des Satzes wieder stabiler, der Zug des Aufholens ist es jetzt aber schon abgefahren. 14:25 – Satzausgleich.
Nun müssen wir also wieder einmal über die volle Distanz gehen und werfen nochmal alles rein. Es scheint, als könnten wir unseren kleinen Vorsprung, den wir am Anfang des 3. Satzes aufbauen über das Ziel stolpern, doch Oskar – oder viel mehr sein Bein – wollte es noch nicht ganz wahr haben, das Spiel zu gewinnen. Bei 11:9 kommt Nils für ihn auf die Platte und spielt den Satz solide zu Ende. Erfolgreich! 15:11 Endstand und wir können aufatmen. Der 2. Platz und die damit verbundene NOM sind sicher.
Parallel gewinnt USC MD das andere Halbfinale gegen WSG Reform und steht uns damit im Finale gegenüber. Um die bereits erwähnten verletzungsbedingten Problemchen nicht noch zu bestärken, entscheiden wir uns dazu, unsere Aufstellung etwas durchzuwürfeln. Der Libero wird zum Angreifer, der Kapitän zum Kommentator auf Twitch und vorherige Bankspieler dürfen das Finale bestreiten. Ein sehr wildes Spiel mit bemerkenswerten Aktionen und hohem Potential für unser Bingo verläuft erstaunlicherweise sehr ausgeglichen. 21 zu 25 Punkten im ersten Satz lassen Raum für Spekulationen über die Wahrscheinlichkeit eines Dreisatzspieles. Während der USC im 2. Satz starke Angriffe durchbringt, sind wir damit beschäftigt, unsere Aufschläge in Richtung Wand zu hauen. Zwar können auch wir mit druckvollen Spielzügen Punkten – in Summe müssen wir diesen Satz aber deutlich mit 14:25 abgeben. Der Freude macht das überhaupt keinen Abriss, denn unser Ziel wurde erreicht. Das Bingo übrigens auch – der Chat hat abgestimmt.
Wir freuen uns auf die nächsten Spieltage – das wird fett!